Die „Wechseljahre“

Ich glaube ich bin in den „Wechseljahren“. Alles ändert sich und zwar schon seit einiger Zeit. Dabei möchte ich doch einfach auch mal meine Ruhe finden und wissen, wo ich hingehöre und wozu ich da bin.

Vielleicht war ja das schon immer so, dass sich dauernd viel geändert hat und mir fällt es erst jetzt auf. Wenn ich aber zurück blicke, bin ich schon fast eine Ewigkeit in diesem ewigen Wechsel und diesem dauernden auf und ab. Ich kann mir vorstellen, dass das mit dem Alter zu tun hat. Wahrscheinlich erleben das die meisten Menschen zwischen 20 und 30. Man hat die Ausbildung abgeschlossen, oder ist noch am Studieren. Man hat seine ersten Jobs gehabt, lernt den Ernst des Lebens kennen.

Einige gehen auf Reisen und lernen die Welt kennen, andere bauen sich ihr Nest. Man zieht von zu Hause aus und nicht selten bleibt man gar nicht lange, wo man ist und schon kommt die nächste Wohnung. Vielleicht WG, vielleicht die erste ganz eigene Wohnung, wo man sich dann frei entfalten kann und herausfindet, wer man ist und wie man das Leben meistern kann. Man wird komplett selbständig und unabhängig.

Irgendwann in diesen zehn Jahren finden die meisten den Partner, mit dem man sich ein gemeinsames Leben vorstellen kann. Nicht eine von diesen ersten Schwärmereien, normalerweise erst recht nicht die erste grosse Liebe. Vielleicht sogar nicht mal mehr mit diesem ewigen Herzpochen, aber doch mit der Gewissheit, dass der- oder diejenige der Deckel zu seinem Topf ist. Man zieht zusammen und das klappt oder es klappt nicht.

Dann kommt die Hochzeit oder man wird sich zumindest einig, dass man für immer zusammen sein möchte. Man gründet eine Familie und auch beruflich hat man seinen Weg gefunden. Für die Frau ist auch nichts Verwerfliches dabei, einfach jetzt plötzlich nur noch Hausfrau und Mutter sein zu wollen. Andere wollen das auf keinen Fall, sich aber trotz Beruf nicht davon abhalten lassen, eine Familie zu gründen. Wieder andere konzentrieren sich voll und ganz auf ihre Karriere, bei denen vielleicht nicht einmal ein Mann in ihrem Leben Platz hat.

Egal wie jemand sein Leben gestaltet oder was auch immer passiert. Egal ob man seinen Traumjob hat oder sich durchs Leben kämpft. Egal ob man einen Partner hat oder vorerst alleine bleibt. Die Jahre zwischen 20 und 30 zeigen einem wohl am deutlichsten, wer man ist.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr empfinde ich, dass ich noch nicht dort angekommen bin wo ich hin will. Gleichzeitig erkenne ich aber, dass ich doch schon eine grosse Hürde hinter mir habe und viel erlebt und gemeistert habe.

Jeder erlebt und gestaltet seine 20er anders, aber das ist für jeden die Zeit des grossen Wechsels. Dem Wechsel vom Kind sein, zur Selbständigkeit und schliesslich bis hin zur Selbstfindung und -verwirklichung. Die „Wechseljahre“…

Ein Gedanke zu „Die „Wechseljahre“

  1. Tja, das ist dein jetziger persönlicher Lebensabschnitt! Ich bin gespannt was und wo du inmitten der nächsten zehn Jahe bist.
    Es gibt viele Wege die einem kreuzen, wichtig ist, dass man immer den richtigen Weg einschlägt, ab und zu Umwege in Kauf nimmt und Steine wegräumt die einem hindern das Lebensziel zu erreichen.
    Egal ob du grosse oder kurze Schritte machst, ob du langsam oder schnell gehst, du wirst auch immer auf schöne Erinnerungen und wertvolle Erfahrungen deiner Wechseljahre zurückblicken können.

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