Rückkehr

Hallo ihr da draussen. Ich habe mich verkrochen ein paar Wochen. Da schreib ich über Dinge, die ich denke und halte sie selbst nicht ein. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Es war ein ewiges rauf und runter. Deshalb musste ich mich mal verkriechen. Es ist schon irgendwie spannend, wie man sich beim Texten von seinen eigenen Philosophien plötzlich selber findet.

Es ist ja so, ich hab gesagt, man muss sich die Zeit nehmen. Und es hat bei mir jetzt eine Weile gedauert. Wenn man sich selbst ein Ziel setzt, dabei aber keinen anderen Gedanken mehr hat, als dieses eine Ziel, dann kann man sich selbst verlieren und das ist mir passiert. Und ich habe mir für gar nichts mehr Zeit genommen, ich habe nur die Zeit abgewartet, mit der Hoffnung, dass sich alles von ganz alleine löst. Aber von alleine passiert bekanntlich überhaupt rein gar nichts.

Man rutscht in eine Art Stress und dabei lässt man rundherum alles stehen und liegen, weil man seinem Ziel einfach nicht näher kommt. Dabei geht viel wertvolle Zeit drauf, bei der man so viele andere Sachen tun kann. So kommt das eine zum anderen, zuerst habe ich mich selbst total runtergebuttert und dann wieder aufgerappelt. Und seit ein, zwei Wochen verfolge ich ganz viele Ziele, anstatt nur etwas als mühselige Aufgabe anzusehen. Was gibt es Schlimmeres, als sein einziges Ziel nicht zu erreichen?

Wenn man sich aber ganz viele Ziele steckt, auch wenn es nur ganz ganz kleine sind, wie etwa innerhalb dieser Woche die ganzen Fenster in der Wohnung zu putzen, mit dem schweren Klavierstück an dem man schon ewig dran ist, mal wieder ein bisschen weiter zu kommen, mal wieder zum Friseur zu gehen und seine Haare zu verändern, um sich wieder wohler in der eigenen Haut zu fühlen, und vieles mehr, dann merkt man doch am Ende eines jeden Tages, dass man die meisten seiner Ziele erreicht hat.

Das grosse Ziel, das man verfolgt, ist zwar dann noch immer da, nur jetzt ist es ein Ziel unter vielen anderen kleinen und es ist nur das eine jenige, das man noch nicht erreicht hat, mit Betonung auf „noch nicht“.

Auf jeden Fall lernt man Dinge mit grossem Elan anzugehen und das wiederum macht einen stolz und dieser Stolz bringt einen weiter nach vorne, denn mit ein bisschen positivem Denken, geht man auch viel gelöster an die Sache ran und dann, da bin ich mir sicher, wird das grosse Ziel in greifbare Nähe rücken, ohne, dass man sich grossartig damit beschäftigt hat.

Also, begnügt euch nicht mit einem Ziel, versucht mehrere zu haben, denn dann kann man auch mehr Erfolge feiern.

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