Ein neuer Abschnitt

Kennt ihr das Gefühl, nicht zu wissen, warum ihr überhaupt da seid? Oder nicht zu wissen, was ihr zu tun habt und wo ihr hin gehört? Ehrlich, es gibt nichts schöneres, als zu wissen, dass das, was man tut, geschätzt wird. Das schöne Gefühl, gebraucht zu werden.

Ich habe lange darauf gewartet und irgendwann wird es vielleicht auch wieder zu Ende gehen. Aber ich habe etwas Neues begonnen. Etwas, dass zwar kein grosser Lebensabschnitt ist. Aber immerhin. Ich werde gebraucht und wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Und am Ende eines jeden Tages, weiss ich, wozu ich das alles getan habe.

Es gibt ja durchaus auch, dass man etwas tut, bei dem man alles gibt und nur das Beste will und trotzdem werden die Mühen die in jene Aufgabe gesteckt wird, gar nicht bemerkt oder nicht genügend geschätzt. Das macht keinen Spass. Jeder möchte mal einen Dank hören. Jeder freut sich zu hören, wenn ein anderer zu einem sagt: „schön, dass du da bist“.

Und umgekehrt kann es auch sein, dass Leistungen anderer teilweise sogar überbewertet werden und man sich selbst dann fragt, wieso man selbst übersehen wird.

Wenn man gar keine Aufgabe hat, ist das auch nicht toll. Man kann tatsächlich „einrosten“ und auf jeden Fall auch „versauern“. Wenn man also erst einmal das Gefühl verloren hat, gebraucht zu werden, wird jede neue Aufgabe mit grossem Elan angegangen oder aber, man packt sie nicht, weil man eben eingerostet ist und sich zuerst daran gewöhnen muss.

Ich jedenfalls, habe mit grossem Elan etwas Neues angepackt, mit riesigem Tatendrang und hohem Wissensdurst. Ich lerne etwas, kann meinen Rost wieder von mir lösen, neuen Mut schöpfen und daneben freut sich ein anderer über das, was ich für ihn leiste. So ist doch jedem geholfen.

Wieso kann das nicht immer so sein? Ok, lieber nicht zu viel darüber nachdenken, was nachher kommt. Nachher kann es schliesslich auch gut werden, vielleicht sogar noch besser. Man muss ja nicht immer Schwarzmalen. Vorerst konzentriere ich mich auf meine jetzige Aufgabe und lebe im hier und jetzt. Und wenn es nachher doch nicht gut bleibt, dann schöpfe ich einfach ein wenig von der Energie, die ich im Moment für die Zukunft tanken kann.

Also, geniesst es jeden Tag, den ihr könnt, gebraucht zu werden. Ihr wisst ja nicht, ob man euch auch morgen noch braucht. Sonnt euch im Dank, der euch entgegengebracht wird und tankt eure Akkus auf, damit euch die Energie später nicht so schnell ausgeht.

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