Immer diese Lichter

Heute Abend auf dem Weg mit dem Auto nach Hause. Draussen war es dunkel, ab und zu ein bisschen Nebel, grundsätzlich aber gute Strassenverhältnisse. Wie so oft erlebt man doch während der Fahrt meistens Situationen, über die man nur staunen kann. Man grübelt dann über die anderen Verkehrsteilnehmer nach. Vor allem in der Nacht. Die anderen und ihre Lichter zum Beispiel.

Wirklich, es gibt so viele verschiedene nervende Lichter. Die SUV-Fahrer zum Beispiel, hoch oben, fahren hinter einem her, haben viel Übersicht und denken somit man könne umso dichter aufschliessen. Ob sie deswegen besser bremsen können, ist hier nicht das Thema. Diese Lichter hoch oben zünden mir direkt hinten in die Heckscheibe rein, durch das ganze Auto durch und vorne zur Frontscheibe wieder raus.

Ähnlich nervig sind die Xenon-Scheinwerfer. Für den Fahrer der es hat, ganz sicher ein High-Light. So beleuchtet dieser die Strasse in einem hellgrellen flutweissen Licht und stärkt so seine Sicht auf alles was vor und neben ihm zu sehen ist. Der Fahrer davor hingegen fühlt sich meist ziemlich geblendet.

Meine lieben „Ich-fahre-immer-mit-Nebellicht“-Fahrer: das Nebellicht ist dafür da, im dichten Nebel besser zu sehen. Von dichtem Nebel spricht man erst, wenn man vor sich kaum ein paar Meter weit sieht. Wer das Nebellicht immer einschaltet, blendet andere Mitstrassenbenutzer. Ein besonders starker Blendeeffekt entsteht auf reflektierendem Untergrund, wie etwa nassen Strassen. Nicht grundlos ist darum eine missbräuchliche Verwendung von Nebellichtern verboten und wird mit 40 Franken gebüsst.

Wenn wir schon beim Thema Nebel sind. Es ist nicht ratsam, umso näher auf den vorderen Fahrer aufzuschliessen um seine Lichter im Nebel besser sehen zu können. Im Gegenteil, ist hier tieferes Tempo und mehr Abstand gefragt. So lässt es sich notfalls besser bremsen.

Übrigens sei allen Radfahrern gesagt, dass Fahren ohne Licht nicht nur bei langen, nein auch bei kurzen Strecken saugefährlich ist. Wir Automobilisten können euch im Dunkeln nämlich kaum sehen. Ja klar, der stärkere ist im Strassenverkehr immer schuld. Wenn ihr jedoch als schwarze Gestalten im Dunkeln der Nacht vor den Augen anderer einfach übersehen werdet, kann es gut sein, dass ihr keine Gelegenheit mehr für Schuldzuweisungen habt.

In diesem Sinne: Fahrt in der Nacht immer nur mit Licht, auch schadet es am Tage nicht. Und zu viel des Guten ist auch nicht gut. Jedoch fährt man mit Abstand am besten!

Ein Gedanke zu „Immer diese Lichter

  1. Sehr gut, Moni.
    Endlich bringt’s mal jemand auf den Punkt.
    Ergänzend zu den „Ich-fahr-immer-mit-Nebellicht“-Fahrern ist noch die hintere Nebelleucht zu erwähnen, für die grundsätzlich das selbe gilt, wie für die vorderen, mit dem Unterschied, das es hierbei darum geht, gesehen zu werden. Und das ist in dem Augenblick der Fall, wenn ein dahinter fahrendes Auto aufgeschlossen hat (…natürlich mit dem entsprechenden Abstand!). Das der vorne fahrende dannach noch aus dem Blickfeld des hinter ihm fahrenden verschwindet, ist mit an 100% grenzende Wahrscheinlichkeit kaum anzunehmen. Mit anderen Worten, die hinter Nebelleucht kann dann mit gutem Gewissen ausgeschaltet werden.

    Und zu Deiner Beruhigung: Die Auto-Scheinwerfer-Industrie (Bosch, Hella, etc.) arbeitet bereits an LED-Systemen, die entgegenkommend Objekte erkennen und denn Lichtkegel selbstständig entsprechend anpassen! Aber noch sind diese Systeme noch nicht auf dem Markt, geschweige den in jedem noch fahrenden Auto vorhanden.

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